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Viele wissen nicht, dass es ihn gibt, den OpferanwaltJeden Tag werden in Deutschland viele Straftaten verübt. Von den meisten dieser Taten erhalten die zuständigen Stellen und Behörden Kenntnis durch die Anzeigen, die seitens der Bevölkerung erfolgen. Als Opfer einer Straftat sieht man sich in vielen Fällen beinahe hilflos mit einer Rechtsvielfalt konfrontiert, die den Laien schlicht überfordert.Hinzu kommt der Umstand, dass das Opfer durch die Tat noch geschockt, verletzt und verängstigt, traumatisiert ist. Da nicht nur der Täter Rechte hat, sondern auch das Opfer, bedarf es hier des Beistandes durch einen Rechtsanwalt. Dortmund ist wie viele andere Städte auch ein sozialer Brennpunkt und so sind an jedem Tag viele Straftaten zu verzeichnen. Der so genannte Opferanwalt unterscheidet sich nur durch sein besonderes Engagement vom normalen Rechtsanwalt in Dortmund. Dortmund ist Sitz vieler Rechtsanwälte. Ein solcher Opferanwalt ist mit den Ängsten und Sorgen, die das Opfer belasten, bestens vertraut. Ebenso kennt er die Scheu vieler Opfer, sich zu offenbaren. Viele Verbrechens-Opfer schreiben sich selbst sogar die Schuld an dem Verbrechen zu. Dies gilt häufig für Vergewaltigungs- oder Missbrauchs-Opfer. Mit viel Sensibilität und Taktgefühl berät der Anwalt das Opfer. Er begleitet es auf seinem Weg durch die gerichtlichen Mühlen. Die Durchsetzung der Rechte gegenüber Staat und dem Täter sind die Aufgabenschwerpunkte von solch einem Anwalt. Dortmund verfügt wie viele andere städtische Bereiche nach wie vor über zu wenige Anwälte, die sich in spezieller Weise dem Opferschutz annehmen. Die Tätigkeit eines Opferanwalts wird durch die Bandbreite des Opferschutzes bestimmt. Neben seinen fachlichen Qualitäten und das Wissen um die Abläufe bei Gericht und Staatsanwaltschaft muss der Anwalt vor allem sehr gut zuhören können. Durch vorsichtige und umsichtige Fragestellungen tastet er sich an den Sachverhalt heran. Ziel ist es, die Belastung für das Opfer so gering wie möglich zu halten und sind Schuldgefühle vorhanden, diese abzubauen. Autor: Sandra Reinfeld Mail: info[at]omsr.de Datum: 19.10.2008 |
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